›Brüderlichkeit‹



Brüderlichkeit‹ gilt als Inbegriff einer engen Verbindung zwischen Menschen gleicher Stufe, die nicht verwandt sein müssen.

Sie wird auch in eine Reihe gestellt mit der ›Freiheit‹ des einzelnen Menschen und der ›Gleichheit‹ aller Menschen.
Aber: Freiheit und Gleichheit sind Konkurrenten: Je mehr Freiheit, desto weniger Gleichheit – und: je mehr Gleichheit, desto weniger Freiheit.
Also: Die Freiheit des Einzelnen stößt dann an Grenzen, wenn der Mitmensch dadurch an Freiheit verliert, weil das Gleichheitsprinzip verletzt würde.

Die ›Brüderlichkeit‹ löst nach unserer Ansicht den Konflikt zwischen Freiheit und Gleichheit: Sie verlangt, dass wir uns um Gerechtigkeit bemühen (Antidiskriminierung, Ausgleichende Gerechtigkeit, Bedarfsgerechtigkeit, Verteilungsgerechtigkeit).

Die ›Brüderlichkeit‹ gehört aber auch zu den Pflichten (und nicht zu den Rechten des Menschen), die menschliche Harmonie und Gemeinschaft schafft.

Unter ›Brüderlichkeit‹ versteht man, dass alle Menschen gleichwertig sind. Für uns im Deutschen Druiden-Orden ist sie ein immer angestrebtes, meist gelebtes, soziales und solidarisches Verhalten jenseits der eigenen Verwandtschaft.
Brüderlichkeit‹ zeigt sich innerhalb des Ordens und besonders innerhalb der Loge wie folgt:

Ein Gespräch »auf gleicher Augenhöhe« führen ist für viele Menschen ein Wunsch, denn er bedeutet nur, sie wollen den Gesprächspartnern ebenbürtig sein: wir garantieren ›angstfreie‹ Kommunikation.

Als ›Gemeinsinn‹ verstehen wir eine ethische Haltung (Denken, Fühlen, Handeln), sich für das Gemeinwohl (gesellschaftlich wie gruppenbezogen) einzusetzen. Wir stehen füreinander ein.

Die ›Mitgestaltung‹ ist die Chance, innerhalb einer Gruppe durch die kreative Mitarbeit z. B. einen Prozess, eine Situation, ein Gedankengut zu verändern oder zu entwickeln und dadurch ein bestimmtes Erscheinungsbild der Gruppe zu erreichen. Das Gefühl »Die da oben« kennen wir nicht.

Der Wert von ›Mitsprache‹ [oder ›Teilhabe‹] als Mitglied in Entscheidungs- und Willensbildungsprozessen ist gerade bei exklusiven Kleingruppen nicht hoch genug einzuschätzen. Jeder Einzelne ist gewichtig.

Im DDO gilt das Ideal der ›Toleranz‹ als Bereitschaft, auch Überzeugungen, Aussagen oder Handlungen, die als falsch oder normabweichend angesehen werden, zu dulden und nicht zu behindern: nicht immer leicht auszuhalten – aber immer Ziel.

Alle soziale Handlungen innerhalb der Loge tangieren das Mitglied, das für sein aktives Tun bzw. Unterlassen ›Verantwortung‹ übernimmt. Mehr ›Freiheit‹ geht nicht.

Gegenseitiges ›Vertrauen‹ gedeiht umso stärker, je feinfühliger die Partner miteinander umgehen und schützt sie in unsicheren Situationen oder bei unbekannten sozialen Gruppen besonders. Eine wichtige Basis – sich selbst gegenüber und zu anderen Menschen.

Wertschätzung‹ drückt sich aus in Zugewandtheit, Interesse, Aufmerksamkeit und Freundlichkeit. Wir schenken sie und sparen nicht am falschen Ort.

Zusammenhalt‹ bezeichnet das Gemeinschaftsgefühl (›Wir-Gefühl‹), das Feld der Bindungen der Einzelnen untereinander. Wichtig bei erlebbarer Verschiedenheit in unserer Loge.

 

 

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Wird die ›Woche der Brüderlichkeit‹ als eine christlich-jüdische Veranstaltung verstanden, so weitet sich im Deutschen Druiden-Orden dieser Begriff auf alle Menschen aus – egal welcher Herkunft und welchen Glaubens.


Brüderlichkeit

Die beiden aufrechten Steine bedeuten Freundschaft und Hilfsbereitschaft, der verbindende Deckstein symbolisiert Brüderlichkeit.