Die Chronik der „Nürnberg Loge e.V.“

Nachdem der Druiden Orden sich im Jahre 1872 in Deutschland etabliert hatte nahm man weitere     Neugründungen oft dann vor, wenn eine bestimmte Anzahl von Mitgliedern erreicht war, wenn so viele Leute beisammen waren, daß die Räumlichkeiten aus den Nähten geplatzt wären.

So konnte 1878 in München die „Bavaria Loge“ ihren Betrieb aufnehmen und – nach Neugründungen im Münchener Raum- auch in Nürnberg die „Loge zur Burg Hohenzollern“ ins Leben rufen. Mit zunächst 11 Gründungsmitgliedern  konnte die Loge sehr rasch wachsen und das Logenhaus in der Karlstrasse 19 wurde etwas klein, ein Umzug in die Burgstrasse 10 war angesagt.

Im Jahre 1908 wurde Herrn Bock, einem Mitglied aus Hohenstadt ein Grundstück im Hersbrucker Raum gestiftet und dort eine Eiche gepflanzt, die jedoch wie so vieles andere die NS-Zeit nicht überlebte.

Anno 1910 wurde das Logenhaus in der Lindenaststrasse 8 gekauft und ausgebaut, die wöchentlichen Treffen waren gut besucht und die Loge wuchs und gedieh. Nach den Kriegswirren nahmen  die verbleibenden der 140 Männer die Arbeit wieder auf und konnten am 9.Juni 1923 in Würzburg den  „Hain zur Burg Marienberg“ in Würzburg etablieren, 2 Jahre später wurde die „kritische“ Zahl wiederum verteilt , es ergab sich eine Mitgliederzahl wie folgt: 1925

        zur Burg Hohenzollern 101 Br.

März Hain zur Erkenntnis 33 Br./40 Br.?

April  Nibelungentreue 44 Br./46 Br.?,

1928 folgte noch die „Martin-Behaim Loge“ in Nürnberg.

Zu dieser Zeit waren rund 12.000 Männer im Vereinigten Alten Orden der Druiden –VAOD- zusammengeschlossen, während der Weltwirtschaftskrise wurden „Pfennigsammlungen“ vorgenommen und Bedürftige unterstützt- soziales Engagement ist seit jeher eines unserer Anliegen.

Während der NS-Zeit wurde generell eine Mitgliedschaft außerhalb der eigenen Verbände  zunächst nicht gerne gesehen und dann auch sehr kritisch beäugt, es folgten Wechsel der Namen in z.B. „Deutsch-Völkische Brüderschaft Gau Bayern“, um ein Verbot zu verhindern, nach einem längeren Briefwechsel und mehreren Gesprächen mit den zuständigen Behörden und Personen (auch Rudolf Heß und Adolf Hitler) war abzusehen, daß wir verboten werden würden. Es folgte nach dem Verbot unseres Ordens am 10.12.1934 im Jahre 1935 die Selbstauflösung (das Verbot war zwar wieder aufgehoben worden aber es war abzusehen, daß keine Grundlage für ein friedliches und harmonisches Zusammenleben mehr gegeben sein würde), , d.h. der Verkauf des Logenhauses und die Veräußerung des Inventares, die damaligen Druiden spendeten noch 2000.—RM für ein Gauhaus und die Zeit tat ein übriges, um die Mitglieder in alle Richtungen zu versprengen.

Nach dem Krieg wurden umgehend Gespräche mit der Militärregierung geführt um den Orden wieder zum Leben zu erwecken, die ersten Logen konnten sich wieder formieren und tätig werden.

Unsere ehemalige „Tochterloge“, der „Hain zur Erkenntnis“ trat am 16.März 1949 wieder zusammen und man traf sich im Freimaurerhaus an der Hallerwiese, der Zuspruch zu unseren Idealen brachte ein gutes Wachstum mit sich und so konnte am 14.März 1963 die Loge „zur Burg Hohenzollern“ mit 12 Brüdern wieder ihre Arbeit aufnehmen. Dieses Logenhaus sollte umgebaut werden und so zog man sich 1967/1968 in Räumlichkeiten zurück, die in der Kobergerstrasse einem Papiergroßhändler, der dem Orden angehörte, zur Verfügung standen, bis das heute existente Freimaurerhaus errichtet war.

Am 27.März 1973 übernahmen wir die „Patenschaft“ für die „Frankenloge“ in Fürth und tagten damals im „Alten Schloss“, das uns bis heute beherbergt .

Das Jahr 2013 führte zu einer Fusion von „Hain zur Erkenntnis“ und „Loge zur Burg Hohenzollern“ und so treten wir nun als

„Nürnberg Loge e.V. zur Burg Hohenzollern Hain zur Erkenntnis“ auf und freuen uns auch, daß wir weiteren Zuwachs bekommen haben, nach längeren Anstrengungen wurde der Gedanke zur Wirklichkeit, daß Regensburg auch eine Loge gebrauchen könnte und so konnte unter maßgeblicher Anstrengung der Frankenloge unser „Enkel“, „die Steinerne zu Regensburg „ am 8.Juni installiert werden und tagt in herrlichen Logenräumen inmitten der Altstadt.