5. Förderpreisvergabe 2010 in Goslar

Sonja Wahl
Sonja Wahl, die Preisträgerin 2010

 

Die Harz-Loge nominiert die Preisträgerin 2010

 

Der  Förderpreis des Fördervereins der Groß-Loge Niedersachsen-Bremen e.V. wurde in  diesem  Jahr  am 10. April 2010 in den Räumen der Harz-Loge Goslar übergeben.

Der Förderverein, der am 17.04.2004 von der Groß-Loge Niedersachsen gegründet wurde, ist eine wichtige Säule innerhalb des Ordens für die Förderung junger, begabter  Menschen. Die Idee zur Gründung des Fördervereins geht auf die Herren Wilfried Himpel und Manfred Kreie, dem jetzigen Vorsitzenden des Vereins, zurück.

Beim ausgelobten Förderpreis handelt es sich um eine einmalige monetäre Spende oder um eine semestergebundene  Unterstützung, deren Höhe vom Vorstand bestimmt und jährlich vergeben wird.

Die  Auswahl der Kandidaten erfolgt unter  anderem  auch  nach ethischen und ideellen Werten, wie Toleranz und   Humanität. Die zu fördernden Personen werde  in   Zusammenarbeit mit dem Kuratorium des Fördervereins und den Verantwortlichen der jeweiligen Studienrichtung ausgewählt.

Die bisherigen Preisträger waren jeweils Studenten aus  Braunschweig, Peine, Bremerhaven und Wilhelmshaven. Erstmals erfolgte in diesem Jahr die Preisvergabe an eine Kandidatin. 
Bei der Suche nach einer geeigneten Preisanwärterin ließen sich die Mitglieder der Harz-Loge Goslar von den regionalen Besonderheiten des Harzes leiten.
Im engen Kontakt mit der Technischen Universität Clausthal und dem dortigen Leiter des Institutes für Elektrische Energietechnik, Herrn Prof. Hans-Peter Beck,  wurde mit der 24-jährigen Sonja Wahl eine Preisträgerin gefunden, die in vollem Maße den Kriterien des Förderpreises entspricht.

Die im Saarland geborene Preisträgerin studiert seit 2005 in Clausthal Energiesystemtechnik. Sie betont in ihrem Lebenslauf, dass sie sich gezielt Clausthal als Studienort ausgewählt habe, da sie um die dortigen, sehr  effizienten Studienbedingungen wisse.
Außerdem habe sie sich speziell mit der Studienrichtung Energiesystemtechnik eine Ausbildung gesucht, die einen breit gefächerten Wissenserwerb ermögliche. Neben hervorragenden, überdurchschnittlichen Studienergebnissen prädestinierte  sich Frau Wahl ebenfalls als  Preisträgerin, weil sie sich sowohl in der studentischen Mitverwaltung als auch der wissenschaftlichen Betreuung der Mitstudenten sehr stark engagiert.

Als designierte Preisträgerin stellte Frau Wahl bereits im September des letzten Jahres ihre Bereitschaft, nicht nur zu nehmen, sondern auch zu geben, unter Beweis, indem sie in den Räumen der Harz-Loge Goslar einen öffentlichen, gut besuchten und vielfach beachteten Vortrag zum Thema „Energiegewinnung im Oberharzer Wasserregal“ hielt.

Der DRUIDENSTERN berichtete in seiner Ausgabe IV/2009 darüber.
Zur Preisvergabe am Samstag, dem 10. April 2010, konnten die Mitglieder der Harz-Loge Goslar unter den  rund  60 Anwesenden u.a. den Präsidenten des Deutschen Druiden-Ordens, Herrn Frank  Graffenberger, den Vize-Präsidenten Nord  des Deutschen Druiden-Ordens, Herrn Wolfgang Gürtler, den 1. Vorsitzenden der Groß-Loge Niedersachsen, Herrn Wilfried Himpel, und den Archivleiter, Herrn Volker  Griewaldt, begrüßen.

Zum  festlichen Rahmen der Veranstaltung trugen auch die besuchenden Mitglieder, viele mit ihren Damen, aus den folgenden Logen bei:

  • Graf-Anton-Günther-Loge, Oldenburg,
  • Loge  Heinrich  der  Löwe,  Braunschweig, 
  • Loge  Jade  Veritas, Wilhelmshaven,
  • Lessing-Loge, Peine,
  • Walhalla-Loge, Bremerhaven,
  • Loge Zur Bundestreue, Wolfenbüttel

und natürlich die Mitglieder der Harz-Loge mit ihren derzeitig drei Interessenten.


Edel-Erz Hans Düker
Hans Düker, 1. Vorsitzender der Harz-Loge

In seinen begrüßenden Worten brachte der 1. Vorsitzende der Harz-Loge Goslar,  Herr Hans Düker, seine Freude zum Ausdruck, diese Veranstaltung nach langen Vorbereitungsarbeiten eröffnen zu dürfen. Gleichzeitig bedankte er sich beim Vorsitzenden des Fördervereins, Herrn Manfred Kreie, und seinen Mitgliedern, die mit selbstlosem Einsatz diese Feierstunde ermöglichten.

Eine besondere Wertschätzung erfuhr die Preisvergabe durch die Anwesenheit des Oberbürgermeisters der Stadt Goslar, Herrn Henning Binnewies. Herr Binnewies überbrachte die Grußworte der Stadt Goslar und zeigte sich dabei ausgesprochen kenntnisreich über das Wirken der Harz-Loge Goslar in ihrem sozialen Umfeld. In seiner Rede betonte Herr Binnewies die enge Verzahnung zwischen ehrenamtlichem Engagement und der Förderung der Jugend, was sich positiv auf die gesellschaftliche Entwicklung auswirke. Er bezog sich dabei besonders auf die harztypischen regionalen Besonderheiten der Stadt Goslar, die nach jahrhundertelanger Bergbautradition nun gemeinsam mit der TU Clausthal unter anderem im Energieforschungszentrum Niedersachsen neue Wege einer zukünftigen Energiegewinnung und–nutzung weisen will. Und  genau in diesem Kontext sehe er die Preisvergabe an eine Studentin der Energiesystemtechnik, die sich mit ihrer bisherigen wissenschaftlichen Arbeit besonders für die Nutzung traditioneller Ressourcen durch moderne Technologien ausgezeichnet habe. Herr Binnewies gratulierte der Preisträgerin zur Auszeichnung und wünschte ihr auf dem  weiteren  persönlichen und beruflichen Lebensweg alles Gute. Gleichzeitig bedankte sich der Oberbürgermeister bei der Harz-Loge Goslar für ihr gezeigtes Engagement, mit dem die Stadt Goslar ein weiteres Mal über ihre Grenzen hinweg auch eine Werbung erfahre, die sich nur positiv auf Tourismus und Wirtschaft auswirken könne.


Manfred Kreie mit Preisträgerin Sonja Wahl

Nach den herzlichen Grußworten des Oberbürgermeisters bedankte sich Herr Manfred Kreie zunächst sehr aufrichtig bei den Mitgliedern der Harz-Loge Goslar für deren Anstrengungen bei der Vorbereitung und Organisation dieser Veranstaltung und nannte stellvertretend für alle Mitglieder Herrn Holger Köhler, den 2.Vorsitzenden der Harz-Loge.

Anschließend stellte er den Förderverein der Groß-Loge Niedersachsen-Bremen e.V.  sowie den Förderpreis  vor. Herr Kreie freue sich besonders, den diesjährigen, mit 2.000,- Euro dotierten Preis an Frau Sonja Wahl, und damit an die erste Kandidatin in der Geschichte der Preisvergabe, überreichen zu können. „Jungen Menschen, die sich im Studium besonders
bewähren und die sich durch ihr soziales Engagement neben ihrem Studium in besonderer Weise hervortun, soll mit Hilfe dieses Förderpreises vermittelt werden, dass der Mensch im Mittelpunkt allen Handelns zu stehen hat.
Unser  Leitmotiv: ‚Wir  reichen  die  Hand’ soll wörtlich zu verstehen sein, denn wir möchten nach der Preisübergabe den Kontakt zu unseren Preisträgern nicht abreißen lassen. “Aus diesem Grunde beschloss die Mitgliederversammlung des Fördervereins eine Satzungsänderung, die es ermöglicht, künftig Ehrenmitglieder zu benennen.
Zukünftig soll den Preisträgern diese Ehrenmitgliedschaft angetragen werden, um den Kontakt zu ihnen nicht abreißen zu lassen. Es sei wichtig, den beruflichen Werdegang der Preisträger weiter zu begleiten.


In den Grußworten des Präsidiums des Deutschen Druiden-Ordens drückte der Präsident  des  DDO, Herr Frank Graffenberger, seine Freude über diese Preisverleihung aus. „Ereignisse wie das heutige sind ein wichtiger Aspekt unserer gesellschaftlichen Verpflichtung.

Die Fürsorge und das Bemühen um die nachfolgende Generation, um den Fortbestand der Gesellschaft, um die Weitergabe von Wissen werden dadurch fühlbar und erlebbar. Traditionelle Gepflogenheiten, die einfach fortgeführt würden, ohne ihre Grundaussagen zu hinterfragen – ohne sie in Nuancen dem Zeitgeschehen anzupassen -solche hätten es heutzutage schwer, akzeptiert zu werden.

Es ist zu berücksichtigen, dass unsere Neuzeit immer schnelleren wirtschaftlichen,    sozialen und gesellschaftlichen Wandlungen ausgesetzt ist. “Mit dem oft erwähnten Zitat von Thomas Morus (1478-1535), dass Tradition  „die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche“ sei, betonte Herr Graffenberger, dass dazu eben auch die Unterstützung junger, engagierter Menschen durch unsere traditionsreiche Vereinigung, also die Weitergabe des Feuers im übertragenen Sinne, gehöre.

Die Mitglieder im Orden kommen somit ihrer selbst gestellten Aufgabe nach, nämlich handelnd einzutreten für geistige Aufklärung, Brüderlichkeit, Humanismus, tätige Nächstenliebe sowie dem Schutz der Umwelt und der Menschenrechte.

Dazu habe auch die zentrale Organisation des DDO, die „Druiden-Hilfe  e.V.“, in den letzten 40 Jahren mehr als 1,5 Mill. € an Spendengeldern zur Förderung der Jugend, zur Unterstützung von Altgewordenen und zur Sozialfürsorge aus dem Kreis der Mitglieder zusammengetragen und ausgeschüttet. Im letzten Jahr waren es 90.000 € an Zuwendungen, die hierfür hilfreich eingesetzt werden konnten.

Präsident Graffenberger beglückwünschte die  Preisträgerin  im  Namen  des  Präsidiums  und  wünschte  ihr  neben  einem  erfolgreichen  Verlauf  ihrer  Karriere  vor  allem,  dass  ihr  auch  weiterhin  durch  ihre  Arbeit  und  ihre Persönlichkeit der Zuspruch bei den Menschen in ihrem Umfeld erhalten bleibe.

Oberbürgermeister Henning Binnewies, Präsident Frank Graffenberger

In  seiner  sehr  engagierten  und  kurzweilig  vorgetragenen  Laudatio  stellte  Prof.  Dr.  Hans-Peter  Beck,  Leiter  des  Instituts  für  Elektrische  Energietechnik  der  TU  Clausthal  und  Vorstandsmitglied  des  Energieforschungszentrums  Niedersachsen,  nicht  nur  sehr  differenziert  die  Förderpreiswürdigkeit  der  Kandidatin  dar,  sondern  gab auch  einen  kenntnisreichen Einblick  in  das studentische  Leben  und  die  wissenschaftliche  Arbeit  an  der  „kleinsten  Universität“  Deutschlands.

Die  Oberharzer  Bergstadt  Clausthal  ist  die  einzige  Universitätsstadt  ohne  Bahnanschluss.  Dafür,  so  behaupten  Insider,  gebe  es  an der dortigen Universität zwei Wintersemester im Jahr, da der Sommer zwischen dem 31. Juli und dem 1. August stattfinde. Studierende hätten „zweimal Tränen in den Augen: zum Studienbeginn und zum  Abschluss  des  Studiums“.  Das  resultiere  daraus,  so  betonte  Prof.  Beck,  dass  gerade  an  der  TU  Clausthal  in  Lehre  und  Forschung  von  allen  Beteiligten die Möglichkeit  zur  hocheffizienten Arbeit durch die überschaubare und enge Verzahnung aller Bereiche ungemein geschätzt werde.

Die  Preisträgerin  wurde  von  Prof.  Beck  als  eine  weit  über  das  Durchschnittsmaß  hinaus  engagierte  Studentin  beschrieben,  die  sich  besonders  dadurch  auszeichne,  dass  sie  ihr  Studium  nicht  als  etwas  Gegebenes lediglich annehme, sondern sich von Anfang an auch bemüht habe, etwas zu geben. Und dieses  Geben  fände  in  vielfältiger  Weise  statt.  Für  Frau  Wahls  Leistungsfähigkeit  präsentierte Prof. Beck  den  sogenannten  „persönlichen  Fußabdruck“  der  Studentin,  eine  an  der  TUC  tatsächlich  noch  auf  Papier  geführte  A6-Karteikarte  mit  allen  erbrachten  Studienleistungen,  die  einen  Durchschnitt  von unter 2,0 zeigten.

Mit dem gewählten Studiengang „Energiesystemtechnik“habe sich Frau Wahl auch  einen  in  der  Bundesrepublik  Deutschland  einmaligen  Studiengang  ausgesucht,  der  einen  fachübergreifenden  Ausbildungsansatz  für  das  Gebiet  des  Energiehandlings  darstelle.

Das  Ziel  seien  Absolventinnen  und  Absolventen,  die  den  hohen  Anforderungen  auf  dem  Gebiet  der  Ressourcenschonenden,    umweltverträglichen    und    effizienten    Energieprozesse    (Erzeugung,    Transport,    Speicherung,  Umwandlung,  Anwendung)  gerecht  werden  können.  Im  Curriculum  werde  somit  nicht  nur umfassend technisches, sondern auch ökologisches und juristisches Wissen eingefordert. Dies im Komplex   darzustellen,    sei   Frau   Wahl mit   ihrer   Arbeit   zur   Energiegewinnung   im   Oberharzer   Wasserregal in vorzüglicher Weise gelungen. Prof. Beck beglückwünschte Frau Wahl zur Preisvergabe und  drückte  die  Hoffnung  aus,  dass  sie  weiterhin  konsequent  ihren  wissenschaftlich-produktiven Weg gehen werde.


Prof.-Dr. Hans-Peter Beck, Hans Düker, Sonja Wahl, Henning Binnewies, Manfed Kreie

Nach der mit viel Applaus bedachten Laudatio erhielt Frau Wahl aus den Händen des Vorsitzenden des Fördervereins, Herrn Manfred Kreie, die Urkunde und das Preisgeld in Höhe von 2.000  €.

In ihren Dankesworten drückte Sonja Wahl ihre Freude über die Preisnominierung aus. Gleichzeitig betonte sie aber, dass ihr wissenschaftlicher Werdegang nicht ohne die vielfältigen Unterstützungen durch die Universität und ihre Kommilitonen möglich gewesen sei.

Mit einem weiteren schönen Musikstück fand die Preisvergabe ihren Abschluss. Anschließend fand sich die Preisträgerin mit den Gästen der Veranstaltung, zu denen auch ihre Schwester und einige Kommilitonen zählten, sowie den anwesenden Logenmitgliedern zu lockeren Gesprächen während eines kleinen Imbisses zusammen.

Die Atmosphäre war von Zufriedenheit, Wohlbefinden und Zuversicht geprägt. Insgesamt war die Preisvergabe ein würdiger und gelungener Abschluss der umfangreichen, über einjährigen Vorbereitungsarbeit, die durch das Engagement vieler Mitglieder gekennzeichnet war. Herr Kreie und Herr Düker dankten allen Beteiligten und hoben dabei besonders auch die uneigennützige Mitarbeit der Partnerinnen der Harz-Logen-Mitglieder sowie der derzeitigen Gäste der Harz-Loge, der Herren Robert Pake, Andreas Kreie und Dieter Aue, hervor.

Die Mitglieder der Harz-Loge Goslar möchten diese Veranstaltung auch als eine Botschaft an die Mitglieder des Ordens verstehen, nicht nachzulassen im Bemühen, den Idealen des Deutschen Druiden-Ordens eine angemessene Außenwirkung zu verschaffen.

In Einigkeit, Frieden und Eintracht.

Dr. Andreas Lange, Schriftführer der Harz-Loge Goslar

Wir reichen die Hand

Startseite

Förderpreis 2018

Wappen der Stadt Oldenburg

Ghassem Rasuli, Staatstheater Oldenburg
Bericht im Landkreis-Kurier
Artikel in der Nordwest-Zeitung

Förderpreis 2017

Förderpreis 2015

Förderpreis 2014

Die Pressemappe zur Preisverleihung

HIGHSEA 2014

Bilder der Verleihung

Förderpreis 2013

Projekt Gesundes Wasser

Förderpreis 2012

        Begabtenförderung

Förderpreis 2011

Förderpreis 2008

Förderpreis 2007