Loge Zur Brüderlichkeit / Eichsfeld


Erste Druiden-Loge in Duderstadt gegründet - Frauen erwünscht

Die erste Druiden-Loge im Eichsfeld ist gegründet. Das sind ihre Mitglieder. Foto: Vera Wölk
27.05.2015 - Vera Wölk / Onlineausgabe der Thüringer Allgemeine Zeitung

Duderstadt. Den Druiden-Orden gibt es seit 1781. Damals wurde er in England gegründet und kamen über Amerika später auch nach Deutschland.

Die offizielle Gründung der Loge, die zur Groß-Loge Niedersachsen gehören wird, erfolgte in der Innenloge, zu der nur Ordensmitglieder Zutritt haben. Dabei konnten die Eichsfelder auch gleich ein neues Mitglied aufnehmen. Zum Vorsitzenden der Loge „Zur Brüderlichkeit" wurde Wilfried Himpel aus Goslar gewählt. „Es soll immer erst einmal jemand mit Erfahrung die Loge führen, denn es geht bei uns auch darum, Traditionen weiterzugeben", erklärte Himpel seine Wahl.

Himpel, der seit 1976 den Druiden angehört, hatte in der Vergangenheit bereits versucht in Göttingen eine Loge zu gründen, doch seien zu den öffentlichen Vorträgen nicht genügend Interessenten gekommen. Anders als im Eichsfeld, wo Stefan Flacke die Bemühungen unterstützte. Flacke, der in Hundeshagen lebt, hatte 1989 den Förderpreis für Musik des Deutschen Druiden-Ordens bekommen. Der Opernsänger war von den Grundsätzen der Druiden begeistert und wollte das Leben einer Loge kennenlernen.

Jetzt war ihm danach, auch im Eichsfeld eine Loge zu gründen, und schnell fanden sich weitere Interessenten, so dass die Mindestanzahl von sieben Mitgliedern erreicht war. „Der Druiden-Orden setzt sich insbesondere für humanitäre Ziele ein", berichtete Himpel. Die neue Loge möchte sich für bedürftige Kinder einsetzten, und da bei den Mitgliedern Musik eine große Rolle spielt, sollen Kinder, die sich für Musik interessieren unterstützt werden.

Dafür gibt es eine Kooperation mit der Musikschule „Musi-Kuss", die in Göttingen und Umgebung derzeit fünf Schulen hat. Christine Büttner als Vorsitzende erklärte in der Außenloge der Gründungsveranstaltung, weshalb einige Kinder Hilfe benötigen. „Leider können die Eltern sich oftmals die Kosten für den Unterricht nicht leisten, und ohne Hilfe müssten die Kinder, die zum Teil sehr talentiert sind, auf die Musik, die ihnen viel Spaß macht verzichten", so die Vorsitzende der Musikschule. Politik und Religion sollen bei den Logenabenden, die im Eichsfeld alle zwei Wochen stattfinden werden, keine Rolle spielen, viel mehr möchten die Mitglieder sich in anderen Bereichen fortbilden.

„Bei unseren Abenden gibt es zum Beispiel auch Vorträge aus der Philosophie", so der Eichsfelder Vorsitzende Wilfried Himpel. Der Vorsitzende betont auch, dass es bei den Druiden zwar einen roten Faden gebe, an den man sich halten müsse, es aber ansonsten keine strengen Regularien gebe. „Schließlich treten wir für Toleranz ein", so Himpel. Frauen sind bei den Druiden zwar ausdrücklich erwünscht, aber nicht in gemischten Logen, sondern in ihren eigenen Frauenlogen, von denen es in Deutschland im Moment drei Stück gibt.

In den verschiedensten Grußworten der Gastlogen, die aus ganz Deutschland nach Duderstadt gekommen waren, wünschten die Vertreter den Eichsfeldern, dass ihre Loge weiterwachse und sie ihre angestrebten Ziele und Projekte auch erfolgreich umsetzen können.

Am Samstag hat sich nun eine neue Druiden-Loge in Duderstadt gegründet. Die Druidenloge – Loge ist der Name für jede einzelne Vereinigung innerhalb des Ordens – „Zur Brüderlichkeit" vereinigt Mitglieder aus dem niedersächsischen und dem thüringischen Teil des Eichsfeldes miteinander. Bereits seit mehreren Monaten haben sich die acht Gründungsmitglieder im Hotel „Zum Löwen" in Duderstadt getroffen, wo auch die Gründungsfeier stattfand.

Der Druiden-Orden ist den Idealen der Aufklärung verbunden, tritt für Brüderlichkeit, Wohltätigkeit, Gerechtigkeit und friedliches Zusammenleben ein ohne religiöse, politische oder andere weltanschauliche Bindungen.

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Ordensbrüder aus ganz Deutschland kommen zur Gründungsfeier nach Duderstadt

Eichsfelder Druiden mit eigener Loge

Von Gerald Kräft |  24.05.2015 | Göttinger Tageblatt - Onlineausgabe

Nach monatelangen Vorbereitungen sind am Sonnabend 55 Mitglieder des Deutschen Druidenordens in die Brehmestadt gekommen, um eine neue Ordensgruppe, die Eichsfeld-Loge Brüderlichkeit, zu gründen. Dabei blieb der eigentliche Gründungsakt geheim.

Nach monatelangen Vorbereitungen sind am Sonnabend 55 Mitglieder des Deutschen Druidenordens in die Brehmestadt gekommen, um eine neue Ordensgruppe, die Eichsfeld-Loge Brüderlichkeit, zu gründen.

Duderstadt. Verschwiegenheit zählt zu den Tugenden der Gemeinschaft, deren Wurzeln in der Zeit der Aufklärung liegen.

Die Vertreter vieler deutscher Logen, darunter die Mutterloge Harz aus Goslar, überbrachten Grußworte und sogenannte Bausteine – Geldumschläge mit finanzieller Starthilfe.

Wer genau hinsah, konnte vor dem öffentlichen Teil der Feier im Hotel zum Löwen einen flüchtigen Blick auf die Roben der Brüder erhaschen. Weiß und Rot blitzte es einen Moment lang durch die Fenster des Saales. Zum öffentlichen Teil waren auch ausdrücklich diejenigen eingeladen, die sich mit den Wertvorstellungen des Ordens auseinandersetzen wollen und einen Eintritt erwägen.

„Wir wollen auf jeden Fall wachsen“, sagte der Vorsitzende der neuen Gemeinschaft, Wilfried Himpel aus Langelsheim. Interessenten gebe es bereits, und schon für Juli dieses Jahres seien Neuaufnahmen geplant. Treibende Kraft bei der Gründung der neuen Loge war der Hundeshägener Stefan Flacke.

Zu Beginn seiner Ausbildung zum Opernsänger  war er vor vielen Jahren mit einem Förderpreis der Kasseler Loge bedacht worden und hatte so Kontakt zum Orden bekommen. „Jetzt will ich selbst dazu beitragen, musikalische Talente zu fördern“, sagte er über seine Beweggründe. Die Mitglieder des Druidenordens, die sich nach dem englischen „order“ – Gemeinschaft – nennen, pflegen das karitative und soziale Engagement.

Für die Eichsfelder steht fest, dass sie sich um sozial benachteiligte Kinder kümmern wollen – beispielsweise, um  Instrumentalunterricht zu finanzieren. Eine Musikschule, die unter anderem Angebote für Kinder aus Problemstadtteilen umsetzt, ist mit Musikuss bereits gefunden.

Die Leiterin Christine Büttner stellte ihre Projekte vor, bei denen es um Spitzenförderung und Breitenförderung geht. „Musik ist ein hervorragendes Mittel, um Kinder zu begeistern und zur Kultur zu bringen“, so die Schulleiterin. Musikalisch klang der Tag auch aus; Willi Reimann aus Hundeshagen spielte auf seiner Drehorgel.

Mit freundlicher Genehmigung des Göttinger Tageblatts  (PDF)

Treffpunkt

2. und 4. Dienstag im Monat ab 20 Uhr im Hotel
Teistungenburg
, Klosterweg 6, 37339 Teistungen

Gäste sind nach Anmeldung herzlich willkommen!

Kontakt

Vorsitzender
Wilfried Himpel
Am Walde 7
38685 Langelsheim
Tel. 05326-1398

Stellv. Vorsitzender

Stefan Flacke
Freiheiter Berg 18
37339 Hundeshagen
Tel. 036071-919808

Kontakt E-Mail