Fragen und Antworten zur Mitgliedschaft


Ist die Loge eine Art „Ersatz-Religion“?

Nein, der Druiden-Orden sucht eher nach den gemeinsamen Werten, die Religionen verbinden.

Der Orden wurde 1781 im Geiste der Aufklärung gegründet und ist auch heute deren Idealen verpflichtet: Freiheit des Denkens, Humanität, Toleranz und Schutz der Menschenrechte. Er tritt für Brüderlichkeit, Wohltätigkeit, Gerechtigkeit und ein friedliches Zusammenleben der Menschen ein.

Diese Geisteshaltung zu pflegen gilt uns als wirksame Vorbeugung gegen Fundamentalismus und Radikalismus, seien sie weltanschaulicher, religiöser oder politischer Prägung.


Welchen Nutzen haben die Mitglieder von der Mitgliedschaft in Ihrer Loge?

Sie finden einen Freundeskreis, auf den Sie sich verlassen können.

Sie gewinnen Abstand vom Alltag. Im Austausch mit aufgeschlossenen Gesprächspartnern bilden Sie sich Ihre eigene Meinung zu Themen der Zeit. Sie schaffen Raum für Persönlichkeit und Lebensstil jenseits aller kurzlebigen Moden. Sie kultivieren Bürgersinn. Sie gewinnen Selbsterkenntnis. Und Sie genießen gepflegte Geselligkeit.

Sie umgeben sich mit Menschen, die Sie mit Respekt und brüderlicher Zuneigung behandeln, und die Ihnen mit Rat und Tat helfen werden, wenn Sie darum bitten.
Gemeinsam mit Anderen entwickeln Sie die ethischen Grundlagen Ihres Lebens weiter, die dabei helfen, Entscheidungen im Beruf und im täglichen Leben, bei Problemen oder Konflikten zu treffen. Die Werte und Ziele des Ordens dienen als Richtschnur - sowohl für die Aktivitäten in der Loge als auch für den Alltag.


Wie wird man Logenmitglied?

Durch persönliche Empfehlung.

Bei den Gästeabenden können Sie, ohne eine Verpflichtung einzugehen, ein bisschen Logenluft schnuppern und werden bald merken, ob Ihnen die Menschen zusagen, die Sie dort persönlich kennen lernen.

Sie können sich bei dieser Gelegenheit ausführlich über die Logenmitgliedschaft und über unseren Orden informieren.

Wir freuen uns, Sie kennenzulernen.

Wer kann Logenmitglied werden?

Männer ab 25 Jahren.

Rang oder Namen, Einkommenshöhe oder soziales Prestige sind nicht ausschlaggebend für eine Aufnahme in die Loge.

Auch Nationalität, Rasse, Religion oder politische Überzeugung stellen keine Auswahlkriterien dar.

Kandidaten und Mitglieder sollten jedoch in ihrem sozialen Umfeld integriert sein und in wirtschaftlich geordneten Verhältnissen leben.

Womit beschäftigen Sie sich in Ihren Logensitzungen?

Mit unseren Ordenszielen in Bezug auf die unterschiedlichsten Lebensbereiche.

Unsere Zusammenkünfte haben in der Regel zwei Teile:

Eine ‚innere’ Logensitzung und ein ‚äußeres’ Treffen, zu dem uns Gäste willkommen sind.

In der Innenloge wird von einem Mitglied ein Vortrag gehalten, der Geist und Seele ansprechen soll, das Thema ist dabei freigestellt. Den Rahmen bilden die Ordensziele, die wir uns an jedem Logenabend erneut ins Gedächtnis rufen.

Vorträge in der äußeren Logensitzung, zu denen wir auch Gastredner einladen, sollen Wissen und Erfahrung mehren. Die Themen sind den Vortragenden freigestellt und umfassen alle denkbaren Wissens- oder Erlebnisgebiete.

Was ist das geheimnisvolle an Ihrer Loge?

Wir betrachten Verschwiegenheit als eine Tugend.

In den Gründerzeiten des Ordens mussten sich freiheitliche Denker vor der Verfolgung durch den Obrigkeitsstaat in Acht nehmen.

In heutiger Zeit ist so mancher dankbar für die Gelegenheit zu einem Meinungsaustausch, dessen Inhalt nicht der Neugier der Medien ausgesetzt ist.

Im Übrigen hüllen wir uns nicht in Geheimnisse: Jede wesentliche Information über unsere Logen ist der Öffentlichkeit zugänglich.

Dürfen Frauen an den Logenaktivitäten teilnehmen?

Wir könnten nur schwer auf sie verzichten.

Aus dem Leben vieler Logen sind die Frauen und Partnerinnen heute kaum noch wegzudenken. Sie nehmen an den meisten Veranstaltungen, den öffentlichen Vorträgen, Logenfeiern und kulturellen Ereignissen teil. Sie geben wichtige Impulse für die Aktivitäten der Loge und werden gern um Rat gefragt.

Lediglich die inneren Logensitzungen sind der Tradition folgend den Männern vorbehalten. Es gibt übrigens im Druiden-Orden auch Frauenlogen, bei denen diese Regeln genau umgekehrt gelten.

Männer denken anders als Frauen, und Frauen empfinden anders als Männer. Das zeigt sich deutlich im unterschiedlichen Verhalten der Einzelnen in einer reinen Frauen- oder Männergruppe gegenüber einer gemischten Gruppe. Sowohl Frauen als auch Männer schätzen deshalb einen solchen Freiraum.

Kann man als gläubiger Mensch Logenmitglied werden?

Ja.

Die Ziele des Druiden-Ordens entspringen einer allen Zivilisationen und Glaubensrichtungen gemeinsamen Ethik. Er will einen Weg bieten, sich mit diesen Grundwerten auseinander zu setzen.

Zwischen den großen Religionen und dem DDO hat es nie Konflikte gegeben. Zum Beispiel wurde die Verträglichkeit mit dem römisch-katholischen Glauben in einem Schreiben der Erzdiözese Wien sogar ausdrücklich bestätigt.

Wir sind bestrebt, die Ansichten, Auffassungen und Meinungen des anderen zu verstehen und zu respektieren. Diese Haltung erwarten wir von Interessenten ebenso wie von jedem Mitglied. Sie ist sowohl die Grundlage für ein brüderliches Miteinander unterschiedlicher religiöser Bekenntnisse als auch für die Akzeptanz religiöser Ungebundenheit.

Was erwarten Sie von einem Logenmitglied?

Orientierung an den Ordensidealen und Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit.

Willkommen ist uns, wer nachdenkt, nach Lösungen sucht und bereit ist, das Seine nach seinen Möglichkeiten einzubringen. Erwartet wird die regelmäßige Teilnahme an den Logensitzungen und die aktive Mitwirkung im Sinne der Ordensziele.

Es gibt auch finanzielle Verpflichtungen: Bei Eintritt wird eine Aufnahmegebühr erhoben, die von Loge zu Loge variiert.

Außerdem ist ein monatlicher Beitrag zu entrichten, der ebenfalls je nach Loge unterschiedlich hoch sein kann.

Spenden und Beteiligungen an humanitären Aktionen sind freiwillig und liegen im Ermessen des Einzelnen.